Porträt Walter Mehrings von Radio Bremen (29. September 2011)

Am 29. September hat Radio Bremen ein schönes Porträt Walter Mehrings veröffentlicht. Auf der Website finden sich zwei ganz besondere Perlen: Interviews von ca. 30 Minuten Länge mit ihm. Das erste wurde 1972 geführt, das zweite 1980.

Der Text von Radio Bremen beginnt so:

„Er kannte sie alle – und sie kannten ihn: Kurt Tucholsky, Carl von Ossietzky, Max Reinhardt, Friedrich Hollaender, Trude Hesterberg, Georg Grosz, Mascha Kaléko, Bertolt Brecht. Denn er schrieb mit spitzer Feder fürs Kabarett und die Zeitschrift „Die Weltbühne“. Er verbrachte seine Tage mit Vorliebe schreibend in den Berliner Künstler-Cafés. Und abends war er in den Straßen, den Kneipen und Theatern unterwegs: Walter Mehring (1896-1981), avantgardistischer Lyriker und Kabarettautor, Kriegsgegner und Antifaschist, Spötter und Sprachgenie, Emigrant und Eigenbrötler.“

Gleich danach folgen die Links zu den Interviews:
Das Interview mit Alfred Joackim Fischer von 1972  und
das Interview mit Henning Harmssen aus dem Jahr 1980.
Aber auch der weitere Text ist lesenswert. Auch wenn leider kein Autor genannt wird. Übrigens ist noch ein Interview aus den Archiven der ARD gefördert worden:
Ein Gespräch von 1955 über „Die verlorene Bibliothek“

Der ganze Text ist zudem mit weiteren Links angereichert. Also sehr lesenswert:
Porträt Walter Mehrings von Radio Bremen…

 

Brasilianischer Tribut an Friedrich Hollaender mit Mehrings „Dressur“

Siebdruck Mehrings zum 85. Geburtstag 1981

Mehring Selbstporträt als Siebdruck
Mehring Selbstporträt als Siebdruck

Diesen Siebdruck hat der Claassen-Verlag zum 85. Geburtstag in einer Auflage von 200 Exemplaren angefertigt. Das Bild ist ein Selbstporträt aus den 20er-Jahren. Es zeigt Walter Mehring im Café Größenwahn. Dieses Exemplar ist von ihm unterschrieben.

2. Mai 1941: Feier zum 70. Geburtstag von Heinrich Mann bei Salka Viertel

Salka Viertel: Das unbelehrbare Herz
Salka Viertel: Das unbelehrbare Herz

Berthold und Salka Viertel sind schon 1928 nach Hollywood gezogen. Während Berthold Viertel viel in New York und London war, um an Filmen und im Theater als Regisseur und Autor zu arbeiten, etablierte sich Salka Viertel als Drehbuchautorin vor allem für Greta Garbo. Ihr Haus war immer Anlaufpunkt für Emigranten aus Deutschland, Österreich und später auch aus besetzten Ländern. In ihrer Autobiografie „Das unbelehrbare Herz“ schildert sie die Feier des 70. Geburtstages von Heinrich Mann in ihrem Haus. Einer der Gäste war Walter Mehring: „2. Mai 1941: Feier zum 70. Geburtstag von Heinrich Mann bei Salka Viertel“ weiterlesen

Walter Mehring 1953

Foto Walter Mehrings mit Autogramm
Foto Walter Mehrings mit Autogramm

1953 kehrte Walter Mehring zwar nach Europa zurück. Doch seinen Wohnsitz verlegte er weder in die Bundesrepublik noch in die DDR. Er wählte wie Thomas Mann die Schweiz, von der aus Deutschland nicht weit war. Aber ein Leben in diesem Land erschien ihm nicht vorstellbar.

Ben Becker spricht die „Ode an Berlin“

Manuel Göttsching hat Walter Mehrings Ode an Berlin vertont. Ben Becker spricht den Text dazu.

Rita-Lucia Schneider singt: Wie lange noch?


In der Werkausgabe von Christoph Buchwald ist der Text dieses Liedes („Wie lange noch“) nicht zu finden. Dafür aber auf dieser CD und auf einer von Teresa Stratas („The unknown Weill“) In der gleichnamigen Liedersammlung wurde es auch veröffentlicht. Rita-Lucia Schneider (Mezzosporan) singt das Lied, das 1943 oder 1944 entstanden ist, hier zu einfacher Klavierbegleitung.

Violent Femmes spielen Agamemnon

Dieses Stück steht für die ungeheure Kraft der Texte Mehrings. Auch Jahrzehnte nach der Entstehung zeigt diese Umsetzung der New Yorker Band Violent Femmes eine wunderbar Kraft.

Achtung Gleisdreieck – K.O. Jan feat Ernie, Walter Mehring

1921 ist der Text für dieses Stück entstanden. „Das Ketzerbrevier“ heißt das Buch Walter Mehrings, in dem es zu finden ist. An diese Form der musikalischen Umsetzung hat er gewiss nicht gedacht. Aber es ist fazinierend, dass das mit seinen Texten so gut geht.